Direkt zum Inhalt
Paraffinbad

Was bringt eine Paraffintherapie für Hände und Füße

In den 1950er Jahren war die Paraffintherapie nur ein therapeutisches Verfahren, das bei Gelenkschmerzen, zur Beschleunigung der Wundheilung, als wärmende Methode bei Erkältungen verordnet wurde. Seit den 1980er Jahren wird sie in Spas auf der ganzen Welt als kosmetische Hautpflegemethode angeboten. Was es ist und wer für die Paraffintherapie infrage kommt – das wollen wir uns im Detail ansehen.

Was ist eine Paraffintherapie?

Ein Paraffinbad ist eine Form der Wärmetherapie, welche sowohl kosmetisch als auch medizinisch angewendet werden kann. Das Paraffin wird in einer speziellen Wanne bei einer Temperatur von 50–55 Grad erwärmt, die Hände werden in diese Flüssigkeit gelegt. Paraffin hält seine Temperatur lange und kann die Wärme auch lange an die Hände weitergeben. Paraffin umhüllt die Hände, verfestigt sich schnell und bildet eine Schutzschicht. Die Wärme wird dabei auf den gewünschten Behandlungsbereich übertragen. Das Paraffin wird in mehreren Schichten direkt auf die Haut aufgetragen, anschließend wird der behandelte Körperbereich in Polyethylen und ein Frotteetuch eingewickelt. Die Hände fühlen sich sofort befeuchtet an, die Haut erwärmt sich und nehmt die wohltuenden Spurenelemente des Paraffins und der ätherischen Öle auf.

Dank der Wärmewirkung wird die Mikrozirkulation und die Blutzirkulation in den Geweben erhöht, der Stoffwechsel und die Regenerationsprozesse werden beschleunigt. Durch die Öffnung der Poren wird die Durchlässigkeit der Haut für eine effektivere Wirkung der therapeutischen und pflegenden Kosmetik erhöht.

Dieser Vorgang sollte mehrmals wiederholt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Außerdem wird der Arzt spezielle Handschuhe aus Baumwolle oder Wolle anziehen, um einen Badeeffekt zu verstärken. Nach 15–30 Minuten werden die Paraffinreste entfernt und anschließend wird es eine Feuchtigkeitscreme aufgetragen, um die Wirkung zu verbessern.

Vorteile der Paraffintherapie

  • Erwärmtes Paraffin ist eine ausgezeichnete Gesichtsmaske für ein frisches Aussehen.
  • Entfernt abgestorbene Hautzellen und fördert die Hautregeneration.
  • Macht raue und trockene Haut an Händen, Ellenbogen und Füßen weicher und elastischer.
  • Entfernt zelluläre Zerfallsprodukte und Unreinheiten von der Hautoberfläche.
  • Entspannt verkrampfte Muskeln, beseitigt Muskelkrämpfe.
  • Mindert Schwellungen an Beinen und Füßen.
  • Hat schmerzlindernde Wirkung an Gelenke.

Die Paraffintherapie wird nicht nur kosmetisch angewendet, das Paraffinbad hat sich dank der schmerzlindernden Wirkung auch bei Arthrose und anderen rheumatischen Beschwerden bewährt.

Für wen ist die Paraffintherapie nicht geeignet

Die Paraffintherapie wird nicht empfohlen für Personen mit den folgenden Krankheiten oder pathologischen Zuständen:

  • Dermatose,
  • Diabetes mellitus,
  • Krampfadern,
  • Hypertonie,
  • Stenokardie,
  • Bronchialasthma,
  • infektiöse Hauterkrankungen.

Die Paraffintherapie sollte bei allen mechanischen oberflächlichen Hautverletzungen – Hämatomen, Schürfwunden, Schnitten, Nagelverletzungen – vermieden werden.